Eine monatliche Zeitschrift, die später zu einer wissenschaftlichen, industriellen und historischen Wochenzeitschrift wurde. Sie wurde in Beirut von Ali Nasser al-Din gegründet, einem libanesischen Politiker, der für den Arabismus kämpfte und während der französischen Mandatszeit mehrfach inhaftiert und vertrieben wurde. Später übernahm sein Sohn Amin Nasser al-Din die Chefredaktion.
Ali Nasser al-Din gründete die Zeitungen „Al-Minbar“ und „Al-Liwa“ sowie 1933 gemeinsam mit Weggefährten die „Liga der nationalen Arbeit“ und die „Liga zur Ehrung der Märtyrer“. Er veröffentlichte eine Reihe von Büchern, hauptsächlich bestehend aus Abhandlungen und Vorträgen. Er verstarb 1974 in Beirut an den Folgen einer Arteriosklerose.
Die erste Ausgabe der Zeitschrift „As-Safa“ erschien mit 2315 cm Umfang und 24 Seiten im Januar 1886. Aufgrund der zunehmenden Zensur der Presse zog die Redaktion nach Baabda um, wo sie ein Jahr lang erschien, gefolgt von einer vierjährigen Periode in Abey, während der sie zu einer literarisch-politischen Wochenzeitschrift wurde. Danach folgten Standorte in Kfar Matta und schließlich in Aley. Die Zeitschrift stellte ihr Erscheinen zweimal ein. Ihr Stellenwert unter den Drusen entsprach dem der Zeitschrift „Al-Bashir“ bei den Katholiken und „An-Nashra“ bei den Protestanten, und sie wurde zur ersten drusischen Zeitschrift.
Das Editorial stammte aus der Feder des Eigentümers Ali Nasser al-Din, der in seinem Text sein vollkommenes Engagement für den allgemeinen Wissens- und Kulturaufbau zum Ausdruck brachte, indem seine Publikation alles wirklich Nützliche in einem leicht verständlichen Stil und mit vereinfachten Begriffen aufgriff, um ein wissenschaftliches und historisches Bewusstsein weit zu verbreiten.
„As-Safa“ begann ihre erste Ausgabe mit einer Rubrik für Wissenschaft und Industrie, in der es hieß, dass sich die Wissenschaft – im Vergleich zu den Tagen von Platon und Perikles – durch das Aufkommen von Teleskop und Mikroskop verändert habe. Daher konzentrierte sich das Editorial auf die Kriterien zur Darstellung wissenschaftlicher Kultur: das Sammeln nützlicher Fakten, eine präzise Anordnung sowie die Auswahl der Themen basierend auf ihrer Bedeutung und ihren fruchtbaren Ergebnissen.
Zudem legte sie die Struktur der Rubriken fest: die erste für Wissenschaften, Künste, Literatur und Industrie; die zweite für Debatten, Korrespondenz, Rätsel und Denksportaufgaben; die dritte für historische Erkenntnisse; die vierte für Unterhaltung (literarische Erzählungen usw.) und die fünfte unter dem Titel „Verschiedenes Wissen“.
Die Zeitschrift brachte in ihren frühen Ausgaben ihre wissenschaftliche Ausrichtung zum Ausdruck, etwa durch Artikel über die Sonnenkorona, die Bewegung von Sternen und Meteoren sowie die Himmelskörper im Allgemeinen. Die Sprache dieser wissenschaftlichen Themen war einfach und frei von kompliziertem Fachjargon. Es gab jedoch auch Themen, die durch ihre Kuriosität und Ästhetik bestachen, wie etwa ein Artikel über die Farbe der menschlichen Haut, ihren Ursprung und ihre Beziehung zur Umwelt und zum Klima, wobei Beispiele zitiert wurden, die für heutige Leser neu erscheinen könnten, wie etwa die Umwandlung von Ziegenhaar in Wolle bei der Umsiedlung in heiße Regionen.
Ebenso gab es einen Artikel über den Heißluftballon und die Anfänge seiner Idee, die bei den Europäern als Mythos begann: Eine Frau wusch ihre Weste und hängte sie über ein Feuer. Als sie trocknete, stieg sie durch die einströmende trockene Luft nach oben. Da ihr Ehemann Papiermacher war, fertigte er Papierkugeln an, füllte sie mit trockener Luft, woraufhin diese aufstiegen. So entstand die Idee des Ballons, die sich bis heute nach der Entdeckung trockener Gase verbreitet hat.
Darauf folgte die Rubrik für Korrespondenz, die Beiträge der Leser enthielt, und ein historischer Teil, der die asiatischen Sprachen behandelte, über die der italienische Gelehrte Conto schrieb – insbesondere über semitische Sprachen wie Syrisch, Hebräisch und Phönizisch sowie deren Ursprünge und Verbreitungsgebiete, ergänzt um die Erläuterung der tatsächlichen Wurzeln der Völker, die diese Sprachen sprachen.
Der Bereich für Unterhaltung wurde mit einem Kapitel aus einem ausländischen Roman mit dem Titel „Gift in der Nahrung“ eröffnet, übersetzt von dem libanesischen Dichter und Literaten Shaker Choucair. Die Rubrik „Verschiedenes Wissen“ bekräftigte den Grundsatz der Zeitschrift, den Leser mit wissenschaftlich fundierten, aber dennoch faszinierenden und nützlichen Informationen zu bereichern, wie etwa über die Fehler der Allgemeinheit beim Lebendigbegraben von Menschen, was auf das mangelnde Wissen über den echten Tod der Angehörigen und Nachbarn hinwies.
Der Artikel erwähnte, dass das wissenschaftliche Komitee in Frankreich einen Preis von 40.000 Francs für denjenigen ausgesetzt hatte, der eine Methode entdeckte, die der Öffentlichkeit zuverlässige Beweise für den Tod liefern könnte. Es wurden mehrere Fälle dieses fatalen Fehlers erwähnt, und die Existenz eines solchen Preises war ein Beweis dafür, wie weit verbreitet dieses Problem zu jener Zeit war.
Interessanterweise enthüllte die Zeitschrift eine dieser Methoden zur Feststellung des Todes: Man hielt die Hand vor das Licht einer Lampe oder eine künstliche Lichtquelle, sodass sich die Finger berührten, und betrachtete die Zwischenräume. Erschien in den berührenden Bereichen der durchscheinenden Finger ein karmesinrotes Licht, deutete dies auf den Blutkreislauf hin; war das Leben jedoch erloschen, war nichts davon zu sehen. So endete ein Rundgang durch eine Zeitschrift, die den Adel und die Glaubwürdigkeit von Ali Nasser al-Dins Bestrebungen widerspiegelte, der die Zeitschrift „As-Safa“ auf eigene Kosten in Beirut in der Internationalen Druckerei drucken ließ.






