Im Reich der Frömmigkeit und Gewissheit, wo sich die Herzen mit ihrem Schöpfer verbinden und die Erde durch die Segnungen der Rechtschaffenen aufblüht, erleuchten die Lebenswege der Frommen die Pfade der Suchenden und erfüllen die Seelen mit Stille und Demut. Aus diesen erhabenen spirituellen Gipfeln ragt der Name des verstorbenen Scheichs Muhsin Al-Mulhim hervor, der sein Leben gehorsam und gedenkend verbrachte und die Gottesfurcht und Rechtschaffenheit zu seinem unerschütterlichen Lebensweg machte. So verdiente er es, in den Herzen seiner Liebenden einen unauslöschlichen Eindruck und ein Licht zu hinterlassen, das die Dunkelheit der Tage erhellt.
Das Dorf (Mulh) war im Jahr 1912 Zeuge der Geburt von Scheich Muhsin, womit eine Lebensgeschichte begann, deren Leitlinien Rechtschaffenheit, Milde und Güte waren. Er wuchs rein und liebend gegenüber dem Guten und dem rechten Verhalten auf, erleuchtet von der Weisheit der Älteren und der Religionsgelehrten, die er seit seiner Kindheit begleitete, in deren Fußstapfen er demütig trat und deren Aktivitäten er nacheiferte. Sein Vater, der verstorbene Mahmoud Al-Mulhim, hatte den größten Anteil und das größte Verdienst daran, die reinsten Eigenschaften in seiner Seele zu verwurzeln, sodass dieser große Einfluss zum festen Prinzip wurde, dem er sein ganzes Leben lang folgte.
Als das Jahr 1923 anbrach, machte der Scheich seine ersten ernsthaften Schritte auf dem Weg des Wissenserwerbs. Mit Eifer und Leidenschaft las er jedes religiöse Buch, das ihm in die Hände fiel, bestrebt, in deren Tiefen einzutauchen, um auch komplexe Erklärungen zu verstehen. Mit Treue und Wertschätzung wurde er ein Schüler des verstorbenen Sayyid Scheich Abu Ali Hussein Safi und lernte dessen Dichtkunst auswendig. Er schöpfte zudem aus dem Wissensmeer von Sayyid Scheich Arif Halawa, einem herausragenden Lehrer der Region, der ihn in die Grundlagen der arabischen Kalligraphie einwies, damit er heilige Schriften mit ehrfürchtiger Hand kopieren konnte.
Die Persönlichkeit von Scheich Muhsin zeichnete sich durch einen einzigartigen kulturellen Reichtum aus; er beherrschte sowohl Arabisch als auch Französisch exzellent, doch die religiöse Ausrichtung seines Herzens überragte alle seine Angelegenheiten. Er war ein Liebhaber der arabischen Kalligraphie und verfasste spirituelle Gedichte mit einem vor Gottesliebe überfließenden Herzen, begleitet von einer wohlklingenden Stimme beim Vortrag, einem phänomenalen Gedächtnis und einem reichen Schatz an Predigten und schönen literarischen Erzählungen. Mit Aufrichtigkeit und Hingabe unterrichtete er in der Zeit zwischen 1930 und 1950 die Kinder von (Mulh).
Er war wahrlich ein bedeutender Intellektueller, ein inspirierter Dichter und ein versierter Redner, der die Herzen seiner Zuhörer mit seiner tiefen psychologischen Wirkung fesselte und sich einer eloquenten und fließenden Standardsprache bediente. Er hinterließ einen gesegneten Gedichtband von 300 Seiten, der sechzig lange Gedichte zu religiösen Themen und Trauergedichte enthält. Er verdiente sich zurecht den Titel (Prediger der beiden Berge), den ihm führende Religionsgelehrte in Anerkennung seines hohen Ranges verliehen, der tiefes Wissen mit erhabener Frömmigkeit vereinte.
Aus dem Überfluss seiner Weisheit und seines aufrichtigen Rats an seine Kinder richtete er sie mit folgenden eloquenten Versen:
Oh Hamad, ich ermahne dich, die Brüder zu bewahren,
Was kommt vor dem Testament eines Vaters, wenn es möglich ist.
Bevor er zu Staub und Gebeinen wird,
Und das Urteil des Schicksals ihn augenblicklich ereilt.
Güte zu Gott ist Rechtschaffenheit und Glaube,
Und die beste Reserve ist der Glaube, das edelste Gut.
Erfülle die Pflichten und sei wachsam,
Und sei genügsam, denn die Schätze der Genügsamkeit bereichern nicht.
Danach empfehle ich dir Salam und Salman,
Und Yahya, bewahrt die Güte.
Oh meine Stütze, seid dem Schicksal zum Trotz einander Beistand,
Verlasst den Groll und liebt die Reinheit und die Sanftmut.
Als er seine gesegneten Tage beschloss, erlangte Scheich Muhsin einen hohen Status unter den Menschen des Glaubens und der Frömmigkeit und kehrte im Jahr 2014 zu seinem Schöpfer zurück. Er wurde in einer feierlichen Prozession und einer großen religiösen Zeremonie beigesetzt, an der hochrangige Scheichs aus Syrien und dem Libanon teilnahmen. Er wurde in seinem reinen Zuhause beigesetzt, wo ihm eine gesegnete Kammer errichtet wurde, die besucht wird, um Segen zu empfangen. Zudem wurde zu seinen Ehren eine große und andächtige Gedenkfeier am Schrein des Propheten Shu'ayb (Friede sei mit ihm) in Hittin abgehalten, an der Tausende Religionsgelehrte teilnahmen.
So schied Scheich Muhsin Al-Mulhim dahin, doch sein guter Lebenswandel und sein wohlriechendes Andenken blieben als Leuchtturm, der die Herzen der Liebenden erhellt, und als spiritueller Duft, der niemals aus dem Gedächtnis schwinden wird.






